Mittwoch, 7. Oktober 2009

Das erste Mal in der Altstadt

Huhuh

ich gebe es zu: Ich habe den Blog die letzte Woche sehr vernachlässigt und dabei sind es doch so viele Dinge wert, erzählt zu werden...
Ich versuche chronologisch vorzugehen.
Wie im letzten Eintrag erwähnt, war ich am letzten Montag im September mit David das erste mal in der Jerusalemer Altstadt. Es war alles sehr aufregend. Vor allem, weil ich an diesem Tag auch das erste Mal alleine mit einem Bus gefahren bin und mir den Weg zum Damaskus Gate (das die meisten Einheimischen nicht unter diesem Namen kennen) bahnen musste.



Hier in Israel ist es wirklich so, dass ohne die Busse gar kein öffentlicher Verkehr stattfinden könnte. Ich glaube ich werde mal versuchen herauszufinden, wie viele Buslinien es alleine in Jerusalem gibt.
Das Damaskus Gate (Bild oben) ist der Eingang zum arabischen Altstadtviertel. Mir fehlen ehrlich gesagt Worte für die Eindrücke, die ich beim ersten Mal dort hindurchlaufen hatte. Ich weiß nur, dass es mich auf eine ganz interessante Weise überwältigt und gleichzeitig beängstigt hat.
Wenn man in die Gänge des Viertels eintaucht, ist man auf einmal umgeben von einem Kleider-, Gewürze-, Elektro-, Essens-, Teppich-, Shisha-, Souvenierladen nach dem anderen.
Die Menschen sind arabischer (was ein Wunder ;) ), es wird sehr viel arabisch gesprochen, die Frauen tragen Kopftücher, da die Gassen so eng sind schieben Jungen Holzkarren mit Waren hindurch und einmal ist uns ein Esel begegnet....
Ich kam mir wie in einer anderen Welt vor.
Unsere Tour führte uns zur Grabeskirche (Fotos im nächsten Eintrag) und zur Klagemauer.



Das Highlight an diesem Tag war in gewisser Weise unsere letzte Station.
David kannte von einem seiner letzten Aufenthalte hier eine christliche Pilgerstätte, am Damaskustor gelegen, die früher ein deutsch- österreichisches Internat für christliche Mädchen in Jerusalem war, bei dem man vom Balkon aus einen atemberaubenden Blick über die Jerusalemer Altstadt hat. Wir waren dort fast zwei Stunden. Es ist so fazinierend, wie sich der Flair der Stadt verändert, wenn sich das Licht ändert...
Dort oben wurde mir auch bewusst wie nah die verschiedenen "Welten" hier aneinander liegen. Wir standen auf einem sehr schicken (christlichen) Balkon, mit weißen Steintörchen und Blumen geschmückt. Auf der einen Seite sahen wir die Altstadt von oben mit allen Sehenswürdigkeiten und waren beeindruckt von dem "reichen" Bild der Häuser, Kirchen, Moscheen, Synagogen...
Dann wendeten wir den Blick auf die Strasse unter uns und sahen einfache Verkaufsbuden in einer arabischen Strasse, die sehr vermüllt war und garnicht in das Bild der Stadt passt, welche die neue Innenstadt Jerusalems und hauptsächlich von Juden geprägt ist, durch die man zur Altstadt gelangt..
Wahnsinn..

Blick über das Damaskustor:



Blick zur Moschee (Rand des Damaskustors rechts im Bild):



Auf dem Heimweg haben David und ich leider den falschen Bus genommen und so bin ich zum zweiten mal in der Malhaer Pampa gelandet :(
Zum Glück hatte Alina Dienst und konnte einer anderen Mitarbeiterin unsere Lage erklären, welche dann per Handy mit dem Taxifahrer einen normalen (=nicht Touristen) Preis ausgehandelt hat und ihm erklärte, wo genau wir hin müssen ^^
Der restliche Abend war sehr schön und vor allem lecker :)

Alles Liebe,

V.

1 Kommentar:

  1. die bilder sind super schön, vali!
    du abenteurerin =)
    ich denke an dich und pass auf dich auf
    kuss

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