Sonntag, 31. Januar 2010

31.1. oder "Good Bye Januar"

Ihr Lieben,

nun ist schon wieder ein weiterer Monat voll und ich möchte mal wieder sagen "Wie schnell die Zeit doch vergeht". Doch anstatt zu "meckern" möchte ich an dieser Stelle über die Dinge schreiben, welche mich im Januar bewegt, die aber noch keinen Weg hier herein gefunden haben.
Wenn ich jetzt einen "Monatsüberblick" erschaffen möchte, fängt dieser mit den ersten Tagen nach Silvester an, welche erst einmal im Zeichen des Ausruhens standen. Zudem ist Roji, der sich selbst schlagende Teddybär, ausgezogen und hat uns zwei überaus ruhige Arbeitswochen beschert. Denn in dieser Zeit konnten sich wieder alle drei Madrichim (Guides) um die Chaverim (Freunde) kümmern, anstatt dass eine Person permanent mit Roji sein musste, damit er sich nicht selbst schlägt. Ich glaube auch die anderen Chaverim haben den Wechsel gefühlt und dass Anspannung verloren gegangen war.
Am 13.1. haben Alina und ich an einer Veranstaltung namens "Honouring Volonteers from abroad" teilgenommen, welche vom Innenministerium Israels organisiert und demnach aufgebaut war (etwas patriotisch das ganze). Die Veranstaltung an sich war ganz nett. Es wurden verschiedene Reden gehalten und ein paar Performances gegeben. Am beeindruckensten war ein trommelder Japaner oder besser gesagt, mit was für einer Selbstbeherrschung und Präzisheit er sein Trommelspiel ausgeführt hat. Danneben fand ich eine Aufführung von "high autistic people" von Alut sehr beeindruckend. Diese Chaverim spielen ganz spezielle Klangstäbe, welche, soweit ich es richtig verstanden habe, verschiedene "Röhre" aus Klavieren sind, an welche kleine Trommelstäbe angebaut sind. Das heißt die Dinger werden in der Hand gehalten und wenn man einen Ton erzeugen möchte schüttelt man sie so, dass der Stab die Röhre berührt. Das habe ich noch nicht vorher gesehen. Es hört sich toll an!
Insgesamt war dieser Nachmittag aber vor allem schön, weil wir einige unserer deutschen Volontärsfreunde getroffen haben und seit der Rückfahrt in die Stadt eine VolontärsWG, keine zehn Minuten von uns entfernt, kennen, mit der wir nun seitdem immer wieder etwas machen.
So auch in der Nacht nach dem "Honouring". Am nächsten Morgen waren wir dann mit unserem "Mittelmann" zwischen der Entsende- und Aufnahmeorganisation in Tel Aviv verabredet. Leider haben wir uns etwas verspätet "husthust", woraufhin der Tag vor allem im Zeichen des Shoppens stand. Alina besitzt nun sehr sehr gute Kopfhörer und ich ein paar schöne Kleidungsstücke mehr :)
Am Sonntag derselben Woche hatten wir einen weiteren Versuch, endgültig ein Visa für die gesamte Aufenthaltsdauer zu bekommen, welcher jedoch scheiterte, beziehungsweise ein weiteres Mal auf einen späteren Termin verschoben wurde.
Dann kam Arava ins Hostel und in ich habe bei einem Extratraining (Basketball) eine wunderschöne "Arschbombe" auf den Hallenboden gelandet. Die Prellung hat mich zwei Wochen lang so sehr gestört, dass ich vor einer Woche das erste Mal mit dem israelischen Gesundheitssysem in Kontakt gekommen bin. Ich fand es schon fast abartig wie sehr ich "bevorzugt" wurde, weil ich eine private Versicherung habe. Aber das kennen wir ja leider auch aus Deutschland.
Die letzte Woche nun war ich krank und hauptsächlich zu Hause um wieder auf die Beine zu kommen. Gestern abend haben wir eine weitere WG in Gilo kennengelernt. Sehr sehr schön in was für einer Wohnung diese Volontäre leben.
Nun muss ich überlegen, was ich als nächstes schreiben möchte und nehme diesen Umstand als Anlass mich zu verabschieden ;)

Alles liebe,

V.

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